Sardinien 2015 – 07.05.

Olbia – Cala Gonone

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Der erste Cappuccino!

 Kurz vor 06:00 Uhr werden wir mehr oder weniger sanft geweckt. Auf Fährfahrten ist Stefan für die ersten Bilder des Tages zuständig und bringt auch immer die koffeinhaltige Starthilfe des Tages mit. Bei bestem Wetter  läuft die Moby Wonder in Olbia ein. Bis wir endlich von der Fähre kommen, ist es fast 08:00 Uhr. Die Route im Navi ist geladen und schon im ersten Gewirr der Straßen von Olbia überzeugt das Navi mit großer Trägheit und mal wieder (ich brauche ein neues Navi) erleben wir eher unfreiwillig die schönsten Hinterhöfe Olbias. Egal, Kummer sind wir gewohnt und wir finden unsere Route nach Castellosardo wieder. Nach einer Stunde ist es Zeit für den ersten Bar Besuch. Endlich lecker Cappuccino zu humanen Preisen. Wir sitzen auf der Terasse und genießen die Sonne.

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Elefantenfels südöstlich von Castellosardo.

Wir folgen der SS127 und SS134 Richtung Castellosardo. Wir wollen unbedingt dem Roccia dell’elefante, Elefantenfels, den Rüssel streicheln. 5 km südostlich von Castellosardo finden wir den Felsen, der schon ca. 1800 Jahre vor Christus eine Kultstätte war. Faziniert stellen wir fest, wie wenig dieser geschichtlich interessante Punkt „promoted“ wird. Nur wenige Wegweiser, dann hat man den bizarren Felsen erreicht. Hinter der Leitplanke ragt der Rüssel auf die Fahrbahn. Fahrzeuge werden am Straßenrand abgestellt und ein, zwei Händler bieten unaufdringlich Steine und kleine Souveniers an. Der Elefant ist deutlich erkennbar und nach den obligatorischen Fotos wollen wir Mittagspause im Jachthafen von Castellosardo machen.

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Castellosardo vom Hafen.

Mittlerweile hat uns die Mittagshitze schon reichlich zugesetzt und wir erreichen geschafft den kleinen Hafen von Castellosardo. An der Hafemauer lassen wir unsere Motorräder zurück und suchen uns ein schattiges Plätzchen im Schutze der hohen Hafenmauer mit Blick auf das Schloß der Aragonier. Stefans Erkältung bricht jetzt richtig durch und noch steht uns eine längere Fahrt an die Ostküste vor uns. Für die Brotzeit reichen unsere Vorräte noch. Wir können einige Bootsbesitzer bei der Vorbereitung ihrer Boote beoachten. Die Atmosphäre ist entspannt und nach längerer Pause beschließen wir, unsere Fahrt nach Cala Gonone fort zu setzen.

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Tolles Hotel.

Kurve an Kurve folgen wir unserer geplanten Route. Irgendwie kann man bei der Wahl der Route hier nicht viel verkehrt machen und mit einem zufriedenen Lächeln biegen wir kurz vor Gala Gonone von der SS127 ab und nach dem Tunnel folgen neben einem tollen Blick aufs Meer die letzten scharfen, gewundenen Kurven wieder herunter auf Meereshöhe. Nach kurzer Suche, ein paar Spaßvögel haben ein Hinweisschild verdreht, erreichen wir unser Hotel Cala Luna. Vorsaison sei Dank, finden wir direkt vor dem Hotel auf einem speziellen Motorradparkplatz ein Plätzchen für unsere Rösser.

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Mit Blick auf die Strandpromenade.

Das Einchecken ist schnell erledigt, man spricht sogar deutsch, hatten wir gar nicht erwartet. Unser Zimmer ist modern und sauber, wie das gesamte Hotel. Nach der notwendigen Dusche erkunden wir das Städtchen und nehmen den Strand in Augenschein. In der kleinen Pizzeria lassen wir den Tag ausklingen und fallen ziemlich früh, ziemlich geschafft, ins Bett.

Gute Nacht, bis morgen früh.

   Euer Itch