Island 2016 – 02.07.

IMG_2933
Es bleibt trocken.

In der Nacht hat der Regen aufgehört. Draußen ist es noch nass, der Himmel bedeckt, aber es sieht nicht nach Regen aus. Eigentlich haben wir Zeit, da nur noch knappe 300 km bis zur Fähre in Hirtshals haben. Also lassen wir uns beim Frühstück ein wenig Zeit, packen und sind 08:30 Uhr abfahrbereit.

IMG_2942
Nicht wirklich gut, aber teuer. Shopping kurz vor dem Terminal.

Es ist sehr windig, so dass wir ständig mit Schräglage korrigieren müssen. Alles in Allem ist die Fahrt landschaftlich und fahrerisch langweilig. Hirtshals selber ist eine typische kleine Hafenstadt ohne Highlights. An einem Kreisverkehr kurz vor dem Fähranleger halten wir an einer Tankstelle, tanken die Motorräder, trinken Kaffee und lernen die ersten Biker kennen.

IMG_2947
Es wird trotzdem voll.

Irgendwann haben wir genug teuren, aber schlechten Kaffee getrunken und wir zockeln zum Terminal. Wir sind früh dran und so können wir den Aufmarsch der Fahrzeuge beobachten.

 

20160702_112813860_iOS
Alle Arten von Fahrzeugen wollen nach Island.
20160702_112748613_iOS
Ist Island wirklich in der EU?

Mit den anderen Bikern kommt man schnell ins Gespräch. Ein Paar aus dem Rhein-Erft Kreis werden wir im Laufe unserer Reise ebenso immer wieder auf Island treffen wie eine Gruppe Ungarn. Die Zeit vergeht also ziemlich schnell, obwohl die M/S Norröna der Symril Line einige Verspätung hat. Über die Anzahl der Expeditionsfahrzeuge erstaunt uns und ich frage mich insgeheim, ob Dickie das schafft und meine Ausrüstung geeignet ist. Aber, liebe Leser, soviel sei vorweg genommen, man kann Island auch mit einem ganz normalen PKW, oder wie wir, mit Motorrädern bereisen.

IMG_2940
Vorne gut…
IMG_2938
hinten auch!

Der Blick auf die Mitas E 07 zeigt, dass sie die 1200 Autobahnkilometer sehr gut überstanden haben. Der Reifen wird sich auf der gesamten Reise auch im Gelände bewähren, obwohl er Schwächen auf nassem Teer und in den tiefen Aschefeldern auf Island hat. Wir können aber den Reifen als „eierlegende Wollmilchsau“ mit ausgezeichneter Haltbarkeit und somit als gute Wahl für Intensivreisende nur bestätigen.

20160702_131617356_iOS
Bald wird es hier richtig voll.
DSC_1171
Perfekt verzurrt vom Fahrer.

Auch das längste Warten hat irgendwann ein Ende und das Boarden beginnt. Hektik der Fahrer begegnet die Besatzung mit nordischer Gelassenheit. Da es über den Atlantik geht, ist gescheites verzurren Pflicht. Hier muss der Fahrer selbst Hand anlegen. Die Spanngurte haben eine wenig eigenartiges System, aber irgendwann hat man den Dreh raus und die Bikes stehen sicher verzurrt. Eine Maßnahme die überflüssig sein wird, aber wer ahnt das schon.

IMG_2953
Perfektes Wetter.

Die Kabine ist schnell gefunden. Nach dem Einlaufbier richten wir uns ein und begeben uns auf eine Schiffsbesichtigung. Im  Duty Free Shop wird das Angebot geprüft und für gut befunden. Nach unserem Rundgang gehen wir zum von uns mitgebuchten Abendessen. Leider ist das Essen qualitativ nicht toll. Es macht satt. Mehr nicht. Wir würden ein weiteres Mahl darauf verzichten und Richtung Selbstverpflegung oder Restaurantbesuch (allerdings deutlich teurer) tendieren.
HaPe ist müde und haut sich in der erstaunlich geräumigen Kabine aufs Ohr während Roland noch Deutschland – Italien schaut. Wir gewinnen.