Kroatien 03.06. – 05.06.2013

03. Juni

Eigentlich haben wir Juni. Eigentlich ist Sommer. Eigentlich sollte es trocken und warm sein.

recent_reduced
WebCam Großglockner Anfang Juni 2013

Leider sieht die Realität in diesem Jahr anders aus. Es ist kalt – um die 9 Grad. Und es regnet. Es regnet in Strömen. Bereits seit Tagen schüttet es fast unaufhörlich. In Bayern und anderen Bundesländern ist bereits Hochwasseralarm ausgelöst. Auch für unsere Tour, die heute startet, wird das Auswirkungen haben. Wir werden die geplante Tour über den Großglockner verschieben  müssen – Schnee, Regen und Muren sind für Motorräder ungeeignet.

Der Plan ist, uns  über Salzburg, Bischofshofen und Spittal An Der Drau nach Villach (also parallel zur Österreicheschen A10) durchzuschlagen.
Koffer sind gepackt, die Regenkombi liegt bereit – alles wird gut! 😉


Größere Kartenansicht

camerazoom-20130603074203182
07:45 Uhr: Regen! Ready for take off.

Morgens um 07:00 Uhr Start in Ehekirchen.
8 Grad, dicke Regenwolken aber trocken.  Das hielt bis Untermaxfeld.  Regen,  also Regenzeug an. Um 07 :45 Uhr treffen wir uns.

Bis Freilassing fahren wir durch überschwemmte Landschaften,  dann geht aber nichts mehr.  Gesperrte Straßen, überflutete Wege, unpassierbare Unterführungen und überall sind Helfer im Großeinsatz. Über Schleichwege schlagen wir uns zur A8 durch. Entgegen unser Planungen werden wir bis Villach doch Autobahn fahren.  4,80€ für das Pickerl und 10 € für den Tauerntunnel!  Die Temperaturen steigen auf 20 Grad.  Wir schwitzen.

camerazoom-20130603161019544
Die bösartige Zapfsäule springt Stefan an!

Tja,  dann erreichen wir Villach und es kam,  was jedes Jahr kommt – Stefan schrottet sein Motorrad. An einer Tankstelle springt ihn völlig ohne Vorwarnung die Zapfsäule an, so behauptet Stefan. Ich bin der Ansicht, dass er mit den Koffern die Zapfsäule rammt. Nun, irgendwie alles eine Sache der Betrachtung.  Ergebnis Koffer ab,  Blinker ruiniert,  Stefan deprimiert.  Glücklicherweise bleibt die Zapfsäule unversehrt.

camerazoom-20130603160951047
Reparatur erfolgreich – Stefan kann wieder lachen.

Aber wir sind ja Fit bei der Behelfsinstandsetzung. Mit Kabelbindern und Klebeband fixen wir diese Kleinigkeit. Im nahen Karosseriebau erstehen wir zwei passende Schrauben für eine kleine Spende in die Kaffeekasse. Tatsächlich hält das Provisorium die komplette Tour. Wieder zu Hause wird Stefan alle beschädigten Teile wechseln. Alles wird gut.

camerazoom-20130614195303054
JH Villach

Nach den Aufregungen sind wir froh, unser Übernachtungsquartier zu sehen. Die Jugendherberge ist nett. Zum Übernachten und Frühstücken absolut o.k. und das Personal freundlich. Und das wichtigste – das Bier schmeckt!

04. Juni

Villach 06:30 Uhr, aber wir sind wach.  Und die Sonne scheint ! Frühstücken, packen,  fast schon wieder Routine.  Um 08:15 Uhr brechen wir genn Wurzenpass auf.

Aufgrund der langen Strecke werden wir in Slowenien einen Teil der Strecke über die Autobahn fahren und dann auf der Landstraße 216 nach Kroatien fahren.  An der Grenze zu Krotien wird uns bewusst,  dass wir formal in ein(noch) Nicht – EU Land fahren, denn es heißt die Ausweise bitte und wo geht es hin. Direkt nach der Grenze müssen wir erstmal Geld tauschen.  In einem Postamt.  Praktischerweise war direkt gegenüber ein Kaffee und wir konnten das neue Geld ausprobieren – es funktioniert!
Es folgen endlose Autobahnkilometer auf gut ausgebauten Strecken.

camerazoom-20130612145208523
Unser Domicil in Duce – 100 m zum Meer!

Am späten Nachmittag erreichen wir Duce.  Noch ein wenig suchen,  dann haben wir unser Ziel erreicht. Alles passt,  Wetter top,  Unterkunft super. Es stimmt,  alles wird gut!

05. Juni

RUHETAG –  irgendwie ein dehnbarer Begriff. Es sollte heute etwas ohne Motorrad fahren sein.  Um 08:30 Uhr begann der Tag. Nach dem Frühstück haben wir die Umgebung erkundet.

camerazoom-20130605111316971
HaPe bei der Strandbesichtigung

Netter Strand mit Sand und Top Wetter.  Wir beschlossen, schon die Einkäufe für den Abend zu erledigen.  Gesagt, getan entschließen wir uns zum großen Einkaufszentrum,  dass nur 1 km entfernt ist, zu laufen.  Ok,  es waren wohl kroatische KM,  denn der Weg war weiter, als wir dachten.   Nach gefühlten Stunden, mussten wir einen Stop einlegen, um nicht zu dehydrieren. Nach dem Genuss eines hopfenangereicherten Kaltgetränkes konnten wir die nötigen Besorgungen für den Abend erledigen.  Nur war der Rückweg von 1 km (kroatisch)  nicht wirklich kürzer, als der Hinweg. Und dann die schweren Taschen.  Nur unter absoluter Disziplin konnten wir unsere Wohnung erreichen.  Um dem Volumenmangelschock zu entgehen, musste erneut eine kalte Hopfenspezialität zugeführt werden.

camerazoom-20130605142712196
Vino rosso de la Casa – lecker!

Reichlich erfrischt, mussten wir das Gastgeschenk (hausgemachter Rotwein) verzehren. Ein echtes Schmankerl!  Unsere Pläne, dass Mittelmeer heimzusuchen, wurde von einem Gewitter torpediert.  Unter Aufbringung aller Kräfte, konnten wir ein durchaus schmackhaftes Abendessen zaubern (erstaunlich).

imgp0057
Vino rosso de la Al-Di

Dazu gab es lecker Rotwein aus Italien (hat eine Reise von 1000 km hinter sich).  Fazit : Ruhetage können bockanstrengend sein,  und morgen wird wieder Motorrad gefahren.

  Lest, wie es weiter geht. Euer Itch

„Kroatien 03.06. – 05.06.2013“ weiterlesen